Backpacker,  Papierkram

Ausweise

Vorsorge ist besser als…

Das Letzte woran man denkt sind Ausweise bzw. amtliche Angelegenheiten, wenn man Weltreisender werden möchte. Staatenlos, frei, ungebunden… und dann kommt wieder dieser Papierkram. Aber es ist tatsächlich unheimlich wichtig sich früh genug darum zu kümmern, denn kurz vor der Reise könnte es schon zu spät sein, wenn z.B. der Reisepass bald abläuft.

Vorausgesetzt man gibt seinen Wohnsitz in Deutschland auf, gibt es einige Dinge zu beachten. Denn wenn man keinen Wohnsitz mehr hat, wo beantrage man dann z.B. einen neuen Ausweis? Die alte Gemeinde/ Stadt in der man gemeldet war, will dann nämlich nichts mehr von einem wissen.

„Dafür sind wir nicht zuständig!“

Ach diesen Satz lieben wir oder? Wie oft hat man den schon gehört und wäre am liebsten üben den Tisch gesprungen.

Also, wohl dem, der Vorsorge trifft!! 😉

Hier kann es nun unterschiedliche Szenarien geben, je nach Lebenssituation. Ist man vogelfrei und nirgendwo gemeldet oder hat einen neuen Wohnsitz im Ausland?

Generell ist es eigentlich sehr einfach, denn ich kenne das z.B. von meinen Eltern, die in Österreich leben und dort gemeldet sind, aber noch Deutsche sind, sprich auch alle 10 Jahre einen Ausweis beantragen müssen.

In diesem Fall muss man vor Ort zur Auslandsvertretung (Botschaft, Konsulat) gehen. In Österreich gab es früher nur eine Auslandsvertretung in Wien und meine Eltern mussten immer den langen Weg in Kauf nehmen. Das hat sich mittlerweile aber geändert und sie können direkt nach Graz (aber das nur am Rande). Also einfach darüber informieren wo die nächste Ausländervertretung ist und sich darauf einstellen eine Reise auf sich nehmen zu müssen. Bedenke bitte auch, dass du eine Anschrift brauchst, wohin die Ausweispapiere dann geschickt werden können oder sich erkundigen, ob man sie auch abholen kann.

Hier kann man nun alles beantragen was man braucht: Personalausweis (braucht man den wirklich noch?), Reisepass, Dokumente beglaubigen lassen usw.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit nach Deutschland zu reisen und sich kurzfristig irgendwo anzumelden, bei Freunden, Familie usw. Bedenke aber bitte, dass du dabei wieder in die Steuermühle und Co. gerätst. Theoretisch müsstest du dich ab dem Tag der Anmeldung z.B. wieder bei der Krankenkasse versichern. Also sollte man diese Möglichkeit mit Vorsicht genießen und erstmal überlegen, ob einem Nachteile entstehen.

Nun aber noch mal zurück zur ersten Möglichkeit. Nehmen wir also an du bist im Ausland und brauchst einen neuen Reisepass und gehst zur Auslandsvertretung. Nun wären wir ja nicht Deutschland, wenn alles unbürokratisch ablaufen würde… Man benötigt erstmal eine Ermächtigung. Diese notwendige Ermächtigung von der zuständigen Stelle im Ausland (Botschaft) wird durch die zuständige Stelle bei Antragstellung eingeholt. Also wie ich das verstanden habe, wird bei Beantragung diese Ermächtigung eingeholt. Läuft also in einem Schritt ab und man selbst muss vorher nichts veranlassen.

Ansonsten benötigt man natürlich auch alles wie die Beantragung bei uns auf der Behörde, aber ich würde dort bei der Auslandsvertretung erstmal anrufen und nachfragen was alles benötigt wird, denn ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es unterschiedlich ist, je nachdem wo man ist.

Eines ist klar, so einfach wie in Deutschland wird das nicht, weshalb ich vor Reisebeginn alle Ausweise erstmal neu beatragen werde!! Und ich werde auf jeden Fall vor Reisebeginn alles Wichtige einscannen wie Geburtsurkunde, Abmeldebescheinigung, Personalausweis, Reisepass und in meinem Mailpostfach oder der Cloud deponieren, so dass ich jederzeit Zugriff habe.

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