Ausrüstung

Fahrradausrüstung

Happy-Funny-Day

Heute ist ein großer Tag. Ich habe nicht nur Geburtstag, nein, ich habe heute auch mein Fahrrad abgeholt!!! Es steht gerade in meinem Wohnzimmer und sieht unheimlich gut aus! 😀 Aber gut, hier soll es nicht um mein Fahrrad gehen, sondern um die Ausrüstung des Fahrrads. Am Rad selbst werde ich erstmal nichts ändern, ich werde erst schauen wie ich mit ihm klar komme. Sollte ich Schwachstellen entdecken, werde ich mich darum kümmern.

Diese Liste werde ich hier immer wieder mal aktualisieren, wie auch die anderen Ausrüstungslisten, und zwar immer dann, wenn es etwas Neues gibt.

Inhalt:


Fahrradhelm

Einen Helm brauche ich zwar nicht für meine Weltreise, aber wohl für meine Touren hier in Deutschland, vor allem wenn ich selbst noch nicht so sicher auf dem Rad bin. Und dann werden wir später weiter sehen.

Ich habe lange gesucht und geschaut. Es war gar nicht so einfach, vor allem wenn man von Helmen keine Ahnung hat. Auch die Größe musste ich erst ermitteln. Ein Messband ca. 1 cm über den Ohren bzw. die Augenbrauen um den Kopf legen. Dieser Umfang ist für den Helm wichtig.

Dann hatte ich nachgelesen, dass Inmold-Helme die besseren sind. Helmschale u. Hartschaum werden miteinander verschweißt, sie sind leicht, langlebig, geben einen hohen Schutz und haben größere Belüftungsschlitze.

Ausschlaggebend war am Schluß die vielen und guten Bewertungen und darunter eine, die den Helm nach einem schweren Unfall zeigte. Der Helm sah mitgenommen aus und nach ihren Angaben war der Unfall auch sehr schwer mit vielen Verletzungen, aber durch den Helm war sie gut geschützt und hat keine Kopfverletzungen davon getragen. Das war dann der ausschlaggebende Punkt mich für einen Uvex i-vo cc zu entscheiden.

Vor ein paar Tagen kam er an und er sieht wirklich gut aus (was ja auch wichtig ist).

Update 10.06.2018:

Der Helm lag nun ein paar Tage im Karton und gestern habe ich ihn raus geholt. Mit meinem Freund zusammen – weil mehr Ahnung – haben wir also angefangen die Einstellungen vorzunehmen. Gut, ich habe nicht daran gedacht, dass mein Freund auch schon seit 20 Jahren keinen neuen Helm mehr gekauft hat… Egal, wird schon klappen, eine Anleitung zum Einstellen war ja dabei. Hier und da gefummelt, es wollte aber alles nicht so recht passen. Dazu muss ich sagen, dass ich einen extrem kleinen Kopf habe. Ich bin halt komisch!

Irgendwann war klar, so kann das alles nicht gehen, also haben wir uns Youtube-Videos angeschaut, Helm einstellen für Dummies. Hat geklappt! Es waren dann so Ausrufe zu hören wie: „Oh, das kann man aufmachen… ach das ist einfach…“ Verlegenes Räuspern… Mittlerweile hatte mein Freund an dem Helm so viel rumhantiert, dass alle Einstellungen von vorher für die Katz waren und ich mich dazu entschlossen habe es am nächsten Tag einfach in Ruhe noch mal zu probieren.

Das Video zeigte Wirkung! Ich brauchte ganze 3 Minuten und mein Helm saß perfekt. Also: Eigentlich ganz einfach, aber wenn man wirklich gar keine Ahnung hat, Video dazu ansehen! 😉 Aber Freund ist natürlich auch immer hilfreich (muss ich schreiben, sonst ist meiner sauer 😉 ).

Nach 17,7 km Fahrt kann ich schon mal einen ersten Eindruck weitergeben: Er ist so superleicht, dass man ihn bei der Fahrt wirklich kaum spürt. Die Lüftungsschlitze sind sehr groß. Er trägt sich toll. Der Kauf war gut. Nur auf der Stirn hatte ich Druckstellen. Beim nächsten Mal werde ich ihn ein bisschen weiter stellen, dann mal sehen. 

 


Fahrradschloss

Zu Beginn habe ich mir einen Test von verschiedenen Schlössern durchgelesen. Hier kommt es wohl sehr darauf an was man sich wünscht oder vorstellt. Also soll das Schloss leicht sein, klein, handlich oder sicher, stabil und schwer. Mein Eindruck war, dass man leicht und sicher irgendwie nicht so zusammen bekommt, denn sonst wäre das natürlich das perfekte Schloss. Ach ja, und günstig wäre natürlich auch toll…. Aber zurück zur Realität!

Es gibt verschiedene Arten von Schlösser.

Bügelschlösser

Bügelschlösser haben im Regelfall ein U-Profil und sind starr. Das geöffnete U wird dabei mit der Schließeinheit verschlossen. Je nach Innendurchmesser kann das Fahrrad auch an einer Straßenlaterne angeschlossen werden. Bügelschlösser werden oft mit Halterungen verkauft und ausgeliefert. Alternativ müssen die Schlösser im Rucksack oder in der Fahrradtasche transportiert werden. Es gibt Modelle mit einer Erweiterung durch ein Stahlkabel. Sie sind schwer, das kann man auf alle Fälle sagen und sie schneiden bei Test gut an. Sie sind schwer zu knacken und bei dem Stahlkabel (wenn dabei) hat man noch den Vorteil, dass man die Räder sichern kann oder das Fahrrad auch mal an einem Baum angeschlossen werden.

 

 

Kettenschlösser

Kettenschlösser kenne ich noch früher vom Motorrad, auch hier benutzt man sie gern. Sie sind aus einzelnen Kettengliedern zusammensetzt und bieten eine recht große Flexibilität beim Abschließen. Je nach Materialstärke, kann ein Kettenschloss von einem Meter mehrere Kilo wiegen. Eine Halterung für das Fahrradschloss sucht man meistens vergebens. Es wird für den Transport häufig wie eine Schlange um die Sattelstange gelegt oder am Fahrradlenker transportiert. Sie sind schwer, je nach Länge und Dicke der Kettenglieder sehr schwer. Aber sie sind auch unheimlich sicher, denn so ein Schloss knackt man nicht mal in 5 Minuten. Wer also nichts gegen das Gewicht hat, ist hier auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Das AXA Linq City Kettenschloss (siehe Bild) hat in einem Test mit sehr gut abgeschlossen und der Preis ist sehr reizvoll. Also bei so einem Schloss macht man nichts falsch! Es gibt dieses Schloss auch noch mal in einer stärkeren Version, da zahlt man aber auch gleich einiges mehr.

Faltschlösser

Ich wusste vor dem Test gar nicht, dass es solche Schlösser gibt. Faltschlösser bestehen aus mehreren Gliedern die über mit einem Gelenk verbunden sind. Je nach Anzahl der einzelnen Gliedern ist das Faltschloss mal mehr und mal weniger flexibel beim Fahrrad abschließen. Ein Faltschloss sollte dabei nicht zu kurz gewählt werden, da ein Anschließen an festen Gegenständen schwierig sein kann. Mitgeführt wird das Schloss in einer Halterung die am Fahrradrahmen befestigt ist. Das sieht gut aus! Es ist klein, realtiv leicht, vor allem kann man es problemlos am Fahrrad anbringen. Also das perfekte Schloss, man muss hierfür aber auch ein bisschen tiefer in die Tasche greifen.

 

 

Kabelschlösser / Spiralschlösser

Kabelschlösser, wer kennt sie nicht aus der Kinderzeit! Sie haben oft einen sehr schlechten Ruf, sind jedoch weit verbreitet. Nachgesagt wird den Kringelschlössern, dass diese einfach mit einem Bolzenschneider zu knacken sind. Die Spiralschlösser sind dabei wie eine Feder gedreht und lassen sich auf die gesamte Länge auseinander ziehen. Sie haben eine hohe Flexibilität beim Anschließen an anderen Gegenständen und können meist auch durch Räder und Rahmen gezogen werden. Sie kosten sehr wenig, sind allerdings auch die Schlösser mit am wenigsten Sicherheit. Wenn man ein teures Fahrrad hat, wäre es mir persönlich zu unsicher!

 

Und dann muss man – unabhängig von der Art des Schlosses – noch entscheiden, ob man ein Schloss mit Schlüssel oder Zahlenschloss möchte. Ich glaube das ist aber auch eine ganz persönliche Entscheidung. Wichtig bei einem Zahlenschloss ist wohl, dass es mindestens 5 Zahlen hat, ansonsten gilt es als zu unsicher.

Ich habe mich nun für das Via Velo Fahrrad Bügelschloss mit Kabel (siehe Bild oben) entschieden. Es ist auch bereits bei mir angekommen und es ist größer als gedacht und doch ziemlich schwer. Ein bisschen ärgert es mich, dass es nicht in meine Tasche passt. Also werde ich es am Rahmen befestigen. Eines ist sicher, leicht knacken lässt sich das Ding nicht und das Kabel ist lang genug. Eigentlich bin ich mit dem Schloss sehr zufrieden, ob es allerdings mit auf die große Reise kommt, das weiß ich noch nicht. Ach so und noch eins, was an dem Schloss auch super ist, ich kann das Schloss an sich sehr gut schützen (hab oft gelesen, dass sie mit der Zeit schwergängig werden, weil sie den Wetterverhältnissen ausgesetzt sind), indem ich das Schlüsselloch zumachen kann! Geniale Erfindung! Und eine Halterung für das Fahrrad ist auch dabei.

Update 10.06.2018:

Die Halterung ließ sich sehr leicht am Fahrrad anbringen. Es war nur viel Fantasie gefordert, weil ich natürlich einen Trapezrahmen und dadurch sehr wenig Platz habe. Nun hab ich das Schloss an der rechten Querstrebe hinter dem Sattel angebracht, unter Gemotze von meinem Freund, der meint ich würde diese Gewichtsverteilung beim Fahren spüren. Da es aber der einzige Platz für das Schloss ist, bleibt es erstmal da und ich teste das aus.

Also gemerkt: Wenn man einen Trapezrahmen hat, sollte man vielleicht besser ein kleineres Schloss kaufen, wie ein Faltschloss, ansonsten meckert der Freund! 😉

Oder: Die Fantasie einer Frau nutzen…. geht nicht, gibts nicht!

 

Update 01.07.2018:

Ein bisschen ärgere ich mich, dass ich nicht vielleicht doch ein Faltschloss genommen habe. Das Bügelschloss klappert lustig an meinem Fahrrad herum, weil es immer gegen den Rahmen donnert. Ich glaube ich schraube die Halterung wieder ab und packe das Schloss in die Tasche, weil wenn ich eines nicht leiden kann, dann Geklapper.

 
Update 08.12.2018:

I Lock It

Es gibt bei den Fahrradschlössern etwas Neues, nämlich das „I Lock It“. Man benötigt zum Verschließen keinen Schlüssel mehr, sondern nur noch sein Handy und eine App. I Lock It ist ein Rahmenschloss, das mit einem Metallbügel und einer Alarmfunktion das Fahrrad sichert. Die Montage soll – bei passenden Bohrungen – kinderleicht sein.

Man installiert die App auf das Handy und stellt die Verbindung zwischen Fahrrad und Handy via Bluetooth her. Dann muss man einen 6-stelligen Farbcode generieren, damit man das Schloss auch  manuell bedienen kann, falls das Handy z.B. nicht zur Hand ist. Entfernt man sich nun vom Fahrrad, ertönt ein Piepston (kann man deaktivieren), der anzeigt, dass der Schließvorgang startet. Das Fahrrad ist nun gesichert und verschlossen. Würde nun jemand versuch das Fahrrad wegzutragen, ertönt ein unangenehmer Alarmton (110 Dezibel), der die Aufmerksamkeit der Umstehenden auf sich lenkt. Sollte man noch in Bluetooth-Reichweite sein (50 m), erhält man auch eine Nachricht auf das Handy. 

Wenn man mal kurz etwas einkauft oder kurz noch mal ins Haus springen muss, ist dieses Schloss perfekt und wer es gerne noch etwas sicherer haben möchte, für den gibt es auch noch ein Einsteckkabel, mit dem man das Fahrrad noch an einem Pfahl befestigt werden kann.

Weitere Vorteile des Schlosses?

Die Lithium-Ionen-Batterie hält unheimlich lange, laut Hersteller eine ganze Fahrradsaison und falls sie leer ist, lässt sie sich bequem über ein USB-Kabel aufladen (auch über z.B. Powerbank).

Die App merkt sich mittels GPS-Daten den Abstellort des Fahrrads, man findet es also immer wieder! Oder es gibt eine Sharing-Funktion, ich kann mein Fahrrad für einen Freund freischalten, das funktioniert auch über lange Distanzen.

Und die Nachteile des Schlosses?

Der Bügel kann nur automatisch schließen, wenn ihn keine Speiche daran hindert. Man muss beim Abstellen des Fahrrades also prüfen, ob keine Speiche im Weg ist. Und vergisst man das Handy, muss man das Schloss mühsam mit dem Farbcode am Schloss aktivieren bzw. entriegeln.

Und auch mit Handy funktioniert die Technik nicht immer einwandfrei. Das kann z.B. an dem Stromsparmodus des Handy liegen. Man kann auch einen zusätzlichen Handsender bestellen, dann benötigt man kein Handy mehr.

Kosten?

Das Schloss kostet 129 €, der Handsender 25 € (optional) und die Einsteckkette 26 € (optional).

Wer sich ein neues Schloss anschafft, sollte dieses Schloss auf jeden Fall mit in die Überlegungen einbeziehen. Ich finde es klasse. Schade, dass ich schon eines habe!


Lenkertasche

Mit Packtaschen habe ich mich länger beschäftigt und habe vor allem geschaut was andere Weltreisende auf dem Fahrrad empfehlen. Fast jeder von ihnen hatte Taschen von Ortlieb. Mein Fahrradhändler hatte zum Glück einen Katalog und den habe ich mir mal mit heim genommen. Ortlieb macht sich Gedanken über die Produkte, die sie verkaufen. Das fällt einem sofort auf. Ein Produkt gibt es in unterschiedlichen Ausführungen wie Größe, Material, Farbe. Nachdem ich mir auch andere Lenkertaschen angschaut hatte, habe ich mich aber dann doch auch für eine von Ortlieb entschieden. Gründe:

  • Größe, Preis, Qualität
  • wasserdicht und abschließbar
  • transparentes Deckelfach für Handy, GPS oder Karte (klappt auch mit dem Touchscreen)
  • Schultergurt
  • 5 kg Belastbarkeit, Volumen 5 Liter und Gewicht ca. 606 g

Und was soll ich sagen, sie sieht auch noch gut aus. Beim Anbringen der Lenkerhalterung war ich vor allem von dem System überrascht. Absolut simpel und richtig gut!

Nach dem ersten Einsatz muss ich auch einen Kritikpunkt äußern: Zur Stabilität ist am Boden eine „Plastikschale“ angebracht. Das führt dazu, dass z.B. das Handy oder andere harte Gegenstände auf unebenen Gelände sehr laut klappern. Vorteil: Man spart sich die Fahrradklingel! 😉 Bei der nächsten Tour werde ich wohl ein kleines Handtuch rein legen und alles gut sichern.

Update 01.07.2018:

Im Prinzip ist diese Tasche wirklich gut und auszusetzen gibt es wohl an allem etwas. Mir sind nun doch zwei negative Punkte aufgefallen:
1. Mein Handy wandert immer in der oberen Tasche – unter dem Sichtfenster – hin und her, weil es so groß ist. Es ist wohl wirklich eher für große Handys, kleine Tablets oder Papierkarten gedacht.
2. Dadurch, dass mein Handy da so „rumfällt“, habe ich auch immer Angst, dass es herausfällt, wenn ich den Deckel öffne.
Aber die beiden Probleme haben sich vielleicht bald erledigt, weil ich vor habe mir Karten zu kaufen. Meine Navigations-App ist nicht so toll, bin da vielleicht eher Old-School.

Mehr folgt wenn ich es gekauft habe!

 


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