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Fazit Haushaltsartikel: Mein Leben als AntiPlastikProBioMinimalist nach 9 Monaten

Nicht nur mein Bad musste dran glauben, sondern auch meine Küche wurde auf den Kopf gestellt und jedes „Ding“ wurde auf seine Nachhaltigkeit und Brauchbarkeit überprüft. Plastikschüsseln waren das Erste, was rausflog und im hohen Bogen in der Mülltonne landete. Aber wie würde ich nun meine Lebensmittel einfrieren ohne Plastiktüten oder Plastikschüsseln? Wie konnte ich meine Abwaschschwämme ersetzen? Zu Beginn gab es viele Fragezeichen und ich verbrachte viele Stunden im Internet und suchte nach Ersatz. Hier nun mein Fazit nach 9 Monaten!

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Stofftaschentücher

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Stofftaschentücher sind die beste Erfindung überhaupt. Ich finde es so schade, dass sie heutzutage ein Schattendasein führen. Wer hat heute schon Stofftaschentücher daheim. Du? Ich bis vor 9 Monaten auch nicht. Doch nun sind sie aus meinem Haushalt nicht mehr wegzudenken.

Was stelle ich also mit den Taschentüchern an?! Gut, erstmal muss ich sagen, dass ich unterschiedliche daheim habe. Zum einen habe ich Stofftaschentücher, die ich tatsächlich auch als Taschentücher nutze. Diese sind recht klein, sehr dünn und aus Baumwolle, also eigentlich fast wie ein gewöhnliches Papiertaschentuch. Eines dieser dünnen Taschentücher benutze ich auch als Sieb für meine Hafermilch (funktioniert besser wie mit dem Nussfilter).

Und dann habe ich sehr dicke, kräftige und große Baumwollstofftaschentücher. Diese benutze ich sehr vielfältig: zum Einfrieren von Brot oder Gemüse, zum Abdecken von Speisen, zu Aufbewahrung von Gemüse im Kühlschrank, als Platzunterlage, zum Trocknen von Salat und noch vielem mehr. Mir fallen gar nicht alle Einsatzgebiete ein. Sie sind absolut universell einsetzbar.

Fazit: Man merkt es schon oben am Text, meine Stofftaschentücher gebe ich nicht mehr her. Sie sind absolute Multitalente, man kann sie immer wieder benutzen, mit 60 – 90° waschen, sie sind preiswert, es gibt sie in allen Ausführungen und Stoffdicken. Man könnte sie auch noch als Haushaltsrollenersatz benutzen, wenn man genug davon hat. Also ich kann dir nur wirklich den Tipp geben, das mal auszuprobieren!
Früher hätte ich nie gedacht, dass ich z.B. Champignons mit einem Tuch einfrieren kann. Es funktioniert wunderbar, genauso gut wie mit einem Plastikbeutel. Man sollte die Lebensmittel allerdings nicht zu lange im Gefrierfach lassen (nur 1 – 2 Wochen), ich glaube sonst bekommen sie Gefrierbrand.
Auch die Aufbewahrung von Gemüse im Kühlschrank mit Tüchern funktioniert erstaunlich gut, auf jeden Fall 10x besser wie mit Plastik, weil sie atmen können. Man kann das Tuch auch ein bisschen anfeuchten, so trocknen sie nicht aus.
Demnächst möchte ich ausprobieren ein Tuch mit Bienenwachs zu präparieren, um mir selbst Wachstücher herzustellen. Mal sehen wie das klappt!

Lappen aus alten T-Shirts

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Die Lappen aus alten T-Shirts passen sehr gut in die Kategorie meiner Stofftaschentücher, denn auch diese Lappen sind Multitalente. Ich habe einen ganzen Stapel davon im Schrank. Sie dienen mir als Wischlappen in der Küche. Als Unterlage, wenn es mal dreckig wird (wenn ich z.B. meinem Hund die Ohren säubere). Ich benutze sie zum Entfernen meines Make-ups, wenn ich mal welches benutze oder um am Boden mal etwas aufzuwischen.

Ich nutze sie eigentlich wie früher meine Haushaltsrolle. Ich habe bestimmte Tücher für bestimmte Zwecke, so dass ich z.B. nicht das Tuch für die Ohrenreinigung meines Hundes mit einem Wischlappen für die Küche verwechsle. Wobei es eigentlich keinen Unterschied macht, denn ich wasche die Tücher mit 60°, da bleibt nichts am Leben. Man kann sie auch mit 90° waschen, aber das ist eigentlich nicht nötig, nur bei hochinfektiösem Material würde ich das machen!

Fazit: Wenn es mal dreckiger wird, kommen meine Lappen zum Einsatz. Sie sind einfach ein Multitalent und meine alten T-Shirts erfüllen noch einen guten Zweck. Wenn sie kaputt sind, werden sie einfach weggeworfen, denn Nachschub gibt es ja immer. Mit 60° gewaschen, sind sie nach der Wäsche wieder frei von Bakterien oder Viren (90° ist nur in Ausnahmefällen von Nöten).
Wer so primitiv zerschnittene Lappen nicht mag, kann sich auch schöne Lappen kaufen, die man immer wieder waschen kann. Das ist immer noch besser als eine Haushaltsrolle, die überhaupt nicht nachhaltig ist.
Man gewöhnt sich sehr schnell an die Lappen und vermisst schon nach kurzer Zeit seine Haushaltsrolle überhaupt gar nicht! Und in der Wäsche fallen die kleinen Lappen überhaupt nicht auf.

Wachspapier

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Es gibt natürlich Momente, wo meine Stofftaschentücher an ihre Grenzen kommen, wenn es z.B. darum geht etwas luftdicht abzuschließen bzw. einzupacken. Aus diesem Grund habe ich mir Wachspapier gekauft in drei unterschiedlichen Größen. Damit kann ich z.B. Speisen in Schüsseln abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Man kann Gemüse einwickeln oder auch Käse oder Wurst. Sie sind ein perfekter Ersatz für Plastikfolie.

 

 

Fazit: Für anständiges Wachspapier muss man einige Euros bezahlen, allerdings hat man auch lange etwas von ihnen, wenn man sie gut pflegt. Ich brauche sie eigentlich recht selten, weil ich das meiste mit den Stofftaschentüchern mache, aber ab und zu benötige ich sie eben doch und dann bin ich froh, dass sich sie habe. Das Tolle an den Wachstücher ist, dass man das Wachs mit den Händen formen kann und das Tuch somit an der z.B. Schüssel fixieren kann.
Anfangs habe ich auch Gemüse darin eingewickelt wie z.B. angeschnittene Zucchini. Das habe ich schnell bereut, weil das Wachspapier dadurch verunreinigt wurde und es ist sehr schwer es wieder richtig sauber zu bekommen. Ich habe es dann mit lauwarmen Wasser probiert und es hat nicht funktioniert, dann habe ich noch Spüli zur Reinigung genommen und danach war eines der Wachstücher kaputt, sprich das Wachs wurde dadurch fast komplett ausgewaschen. Das war natürlich sehr ärgerlich. Seitdem benutze ich sie nur noch zum Abdecken von Speisen und wasche sie mit Wasser ab.

Kernseife

Zum Beitrag „flüssige Kernseife“

Die gute, alte Kernseife! Meine Urgroßoma hat sie noch selbst hergestellt, heute gibt es sie zum Glück im Handel zu kaufen. Kernseife ist ebenfalls ein Allroundtalent. Es gibt Leute, die sich mit Kernseife waschen (man muss den Geruch mögen), es dient als Grundsubstanz bei meinem Waschmittel ebenfalls kann man daraus Flüssigseife herstellen oder Reinigungsmittel. Die Kernseife gehört einfach zu einem Öko-Haushalt dazu! Unter dem Link (links) findest du Rezepte für alle möglichen Reinigungsmittel, zwei davon benötigen auch Kernseife.

 

 

Fazit: Die Kernseife gehört einfach zu meinem Haushalt dazu. Sie ist kein „Star“ wie meine Stofftaschentücher, aber wenn ich sie nicht hätte, würde sie mir fehlen. Ich benutze sie für mein Reinigungsmittel, für mein Waschmittel und man könnte damit Flüssigseife herstellen (benutze ich nicht). Wichtig ist, dass man auf natürliche Inhaltsstoffe achtet und je nach Verwendung auf den Fettgehalt. Ich habe mich für die Marius Fabre ‚Le Lavoir‘: 2x 600g echte Marseiller Kernseife aus 72% Palmöl (Würfelseife) entschieden. Diese Seife ist ein richtiger Klotz und man kommt ewig damit aus. Sie ist also auch extrem preisgünstig.

Natron

Zum Beitrag „DIY-Reiniger“

Da wir schon bei der Reinigung sind, bleiben wir doch gleich dabei. Natron!

Die Seite smarticular.net hat sich tatsächlich die Mühe gemacht und 51 Anwendungsgebiete von Natron aufgeschrieben. Wer also Interesse hat, kann hier alles nachlesen. Natron ist also der Superstar in der Küche und der Reinigung. Ich selbst benutze Natron fürs Backen, für meine Zahncreme, Waschmittel und für Reinigungsmittel. Ich kaufe immer die Großpackung mit 250 g.

 

 

Fazit: Ohne Natron geh bei mir gar nichts mehr! Alleine in der Reinigung würde ich ohne Natron nicht mehr auskommen. Natron zusammen mit Essigessenz brennt wirklich jeden hartnäckigen Schmutz weg (benutze ich auch als Toilettenreiniger). Auch für meine Zähne ist Natron super und man kann aus Natron sogar Deo herstellen. Natron ist ein Must-Have!!

Soda

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Auch Soda ist ein unverzichtbarer Stoff im Öko-Haushalt! Es wird oft mit Natron verwechselt, aber die beiden haben sehr unterschiedliche Eigenschaften. Ich benutze Soda für mein Geschirrspülmaschinenpulver, mein Waschmittel, als Scheuermittel oder um die Wäsche wieder weiß zu machen. Man sollte im Gebrauch mit Soda aber vorsichtig arbeiten, denn es kann die Schleimhäute reizen!

 

 

Fazit: Ein Beutel mit Soda kostet nicht viel und ist sehr ergiebig. Soda ist genauso wie Natron unverzichtbar! Ich komme mit den selbsthergestellten Reinigungsmitteln super zurecht, das Einzige was ich mir noch kaufe ist Glasreiniger und Spülmittel. Für diese beiden Mittel habe ich noch keinen guten Ersatz gefunden. Allerdings kaufe ich hier spezielle Öko-Produkte in meinem Hofladen.

Luffa-Gurke

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Die meisten kennen die Luffa-Gurke nicht. Sie besteht aus 100% natürlichen Material  und wird aus einem essbaren Schwammkürbis hergestellt. Man trocknet das Fruchtfleisch und erhält die Luffa-Gurke. Sie ist länglich und rund und ich schneide mir davon immer so viel ab, wie ich brauche. Diese Natur-Schwämmchen benutze ich beim Geschirrspülen für hartnäckigen Schmutz, für das Gesichts- und Körperpeeling. Nach Benutzung wird er ausgedrückt und wieder getrocknet. Man kann ihn bedenkenlos bei 90° waschen, bis er irgendwann zu faserig wird und weggeworfen werden muss.

 

Fazit: Wenn man bedenkt wie viel Mikroplastik durch einen normalen Putzschwamm im Abwasser landet, bietet die Luffa-Gurke eine echte Alternative, die auch noch nachhaltiger und preisgünstiger ist. Ich möchte auf keinen Fall mehr auf sie verzichten. Positiv ist auch, dass man Töpfe oder Pfannen damit nicht zerkratzen kann.
Unangenehm sind nur größere Essensreste, die vielleicht in dem Geflecht hängen bleiben. Hier müsste man sie erst trocknen und dann die Verunreinigungen abkratzen.

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