England

Merry Maidens & Chygurno Garden

Ort: Die Merry Maidens befinden sich südlich von Penzance zwischen St Buryan und Lamorna.

Chygurno Garden: Near Lamorna Cove, Lamorna, Penzance TR19 6XH, England, Tel.+44 1736 732153

Art: Fahrradtour, Steinkreis der Bronzezeit und ein Garten inmitten der Klippen.

 Länge: Hin und zurück ca. 24 km (man kann auf einem Weg auch über Mousehole fahren, dann sind es ca. 3 km mehr)

 Fakten: Nähere Informationen kann man den grauen Texten entnehmen bzw. den Links folgen.

Komoot-Link:

(Komoot ist eine App, die du dir hier herunterladen kannst )

 

Bericht:

Am Morgen meines vierten Tages war ich sehr unentschlossen. Alle Touren, die ich mir herausgesucht hatte, waren mittelschwer und ich hatte noch mit den Nachwirkungen meiner 50 km-Tour zu kämpfen. Die Entscheidung fiel schlussendlich zugunsten der Merry Maidens und dem Chygurno Garden. Mit 24 km fiel die Tour moderat aus, nur der Höhenunterschied hatte es in sich, einen Kilometer ging es mit 10-12% bergauf.

Aber was soll’s, ich habe Urlaub, also kein Stress, also runter vom Rad und schieben!

Hat man diesen Berg geschafft, geht es recht entspannt weiter. Mein erstes Ziel waren die Merry Maidens, da der Garten erst um 14 Uhr öffnet. Der Steinkreis ist gut ausgeschildert, so dass man ihn nicht verpassen kann. Vor dem Feld, auf dem er steht, gibt es auch einen kleinen Parkplatz. 

Merry Maidens, Quelle Wikipedia:

Die Merry Maidens (dt. die „lustigen Jungfrauen“) – bekannt auch als Rosemodress Circle, Boleigh Circle oder Danse Maen – sind ein 4000 bis 3000 Jahre alter Steinkreis aus der frühen bis mittleren Bronzezeit. Die Steinsetzung liegt in der Grafschaft Cornwall in England. Der Steinkreis ist auch unter den Namen Dance Maine oder Dawn’s Men (Menschen in der Morgendämmerung) bekannt, eine Verballhornung des kornischen Danse Maen (Tanz der Steine).

Die Merry Maidens bestehen aus 19 Megalithen, die einen nahezu exakten Kreis mit einem Durchmesser von etwa 24,0 m bilden. Die Steine sind etwa 1,2 m hoch und stehen im Abstand von drei bis vier Meter zueinander. Auf der Ostseite, also in Blickrichtung West, befindet sich eine größere Lücke zwischen den Steinen. In exakt südlicher Richtung ragt ein weiterer Stein aus dem Boden, wodurch die Anlage eine Nord-Süd-Ausrichtung erhält. Früher befand sich 200 m weiter entfernt ein weiterer Steinkreis, der aber zu Beginn des 19. Jahrhunderts zerstört wurde. 300 m in nordöstlicher Richtung stehen die Pipers, zwei etwa 3,0 m hohe Menhire.

 

Da ich noch 3 Stunden Zeit hatte, breitete ich erstmal eine Decke aus und machte eine ausgiebige Pause. Ich kann das nur jedem empfehlen wirklich anzukommen und die Stimmung des Ortes aufzunehmen. Die Schwalben beobachten wie sie auf Futtersuche sind, den Bussard, der vorüberzieht und huch, was steht denn da? …. Im rechten Winkel des Steinkreises nach außen, entdeckte ich noch eine Steinformation in der Hecke, die nirgendwo erwähnt war. Sie sah aus wie ein Tisch.

Nach 1 ½ Stunden trat ich dann die Weiterfahrt an. Doch bevor ich den Garten besuchte, wollte ich mir noch das Fischerdorf Lamorna ansehen. Mein Fahrrad ließ ich am Pub „The Wink“ stehen und ging zu Fuß in das Dorf hinab. In dem kleinen und einzigen Café in der Bucht, gibt es sehr guten Cream Tea! Absolut empfehlenswert.

In Lamorna soll es auch eine Höhle geben, aber die habe ich nicht besucht. Der South-West-Path führt übrigens auch von Penzance nach Lamorna, man kann die Strecke also bei guter Kondition auch zu Fuß gehen.

Mit vollem Bauch ging es dann wieder die steile Straße nach oben und bei dem Pub links zum Chygurno Garden.

Chygurno Garden, Quelle Visit Cornwall:

From its staggering perch on the edge of the ocean, this waterside garden tiers down in steep steps and terraces to meet sheltered woodland. A striking range of vibrant species stands out against a rugged backdrop, and as well as the spectacular sea view. Chygurno also boasts a unique decked vantage point that puts you on eye level with the treetops.
Having been unoccupied for over 20 years, the garden was little more than a cliff-edge jungle when its present owners reclaimed and replanted it in 1998. The present garden has been planted into a maze of steep pathways, steps and terraces that have been carved into the rocks.

In just three acres, a global mix of plants showcases that small is beautiful and diverse. Hardy exotics withstand the salty breeze at the top of the cliff, where, free from the frosts that reach the rest of the valley, succulent species from the southern hemisphere flourish, including banana plants, Canary Island foxgloves and silver tree ferns. Shrubs and plants that are able to survive outdoors all year round include aeoniums, aloes, agaves, vestios, proteas and lencadendrons.

As you climb down towards the woodland, more traditional camellias, rhododendrons and azaleas line the pathways, and in spring bluebells carpet the woodland. The tangle and variety of terrain makes this an ideal garden for walkers who like a bit of a challenge. Once you’ve got your hiking boots on, from Lamorna Cove there are plenty more coastal paths to explore, and beaches for resting weary feet. There are no refreshments available on site, but cream teas and snacks are available in the cove or alternatively, bring your own picnic whilst you sit back and soak up the spectacular views!

Just four miles south of Penzance on the B3315, follow signs for Lamorna Cove and Chygurno is tucked at the top of the hill just past The Cove Hotel and Restaurant. Open from April to September on Wednesdays and Thursdays from 2-5pm. Any other time or date by arrangement.

 

Der Garten wird privat betrieben und somit überrascht es nicht, dass am Eingang zum Garten eine kleine Blechbüchse steht, mit der Bitte 5 Pfund zu bezahlen. Ich hatte es nicht passend, also musste ich den Eigentümer rufen. Seit 20 Jahren besitzen er und seine Frau nun das Haus mit dem Grundstück und sie haben mit ihren eigenen Händen diesen Traum von Garten erschaffen.

Der Garten ist terrassenförmig angelegt und man kann kreuz und quer hindurch gehen. Man sollte auf jeden Fall festes Schuhwerk tragen, denn die Steintreppen sind ungleich hoch und manchmal rutschig.

Zu Beginn meiner Reise hatte ich überlegt, ob ich diesen Garten wirklich besuchen soll und ich bin sehr froh, dass ich mich dafür entschieden habe. Ich war zur Mittagszeit alleine in dem Garten und meine einzige Gesellschaft war der kleine Hund des Besitzers, der es sich zur Aufgabe machte mich durch den Garten zu geleiten. Als Dankeschön teilte ich auch meine Karotte mit ihm. Es war ein wunderschöner Nachmittag, mit farbfrohen Eindrücken, den ich  nicht missen möchte. Im Frühling muss es hier noch um einiges schöner sein, wenn alles blüht.

 

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