Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Wer meinen Blog ein bisschen verfolgt, wird gemerkt haben, dass ich meinen Lebensstil in den letzten Monaten sehr verändert habe, hin zur Nachhaltigkeit. Manche mögen diese Veränderungen für übertrieben halten, aber für mich war / ist es gut und ich möchte euch heute einen Einblick geben, warum das so ist.  Eigentlich ist es nur die logische Schlussfolgerung aus meinen Erkenntnissen.


Die 3 Auslöser

Erst einmal werde ich mein Leben mit dem Aussteigen in 3 Jahren komplett verändern müssen. Wenn ich wild campe, dann kann ich z.B. kein Shampoo mehr nutzen oder Duschgel. Ich werde aus Verantwortung gegenüber der Umwelt biologisch abbaubare Seifen nutzen. Auf meinem Fahrrad wird wenig Platz sein, je weniger ich mitnehme, desto besser. Also muss ich auf Dinge verzichten, bzw. mir „Rohstoffe“ suchen, die ich sehr vielseitig verwenden kann. Oder was ist z.B. mit Toilettenpapier? Werde ich wirklich Toilettenpapier mitschleppen und dann nach Gebrauch im Wald verbrennen? Nein, das ist ehrlich gesagt keine gute Alternative für mich. Es muss also eine Lösung her, für das Toilettenpapier und auch andere Dinge.

Dann möchte ich eigentlich schon seit längerer Zeit verantwortungsbewusster mit der Umwelt umgehen, aber es war immer so unbequem etwas zu ändern. Jede Änderung ist mit Neuorientierung und einem Aufwand verbunden und es ist ja leider nicht immer so, dass „einfach“ auch wirklich „einfacher“ wird. Sprich es gibt einige Dinge, die nun mehr Zeit kosten wie vorher. Und Zeit – das wissen wir alle – haben wir immer zu wenig.

Und dann hat mich der Gastbeitrag von meinem Sohn sensibilisiert. Jetzt eigentlich weniger auf das Lebensgefühl der Lebensdienlichkeit, sondern eher in der praktischen Handhabung der Dinge. 😉 Bisher hatte ich immer folgendes im Putzschrank: Glasreiniger, Fliesenreiniger, WC-Reiniger, Entkalker, universelles Reinigungsmittel, Rohrreiniger, Backofenreiniger und und und und. Ihr wisst worauf ich hinaus will. Es gibt für alles einen Reiniger und man hat dieses Zeug. Eins giftiger wie das andere. Mein Putzschrank platzt aus allen Nähten.
Und dann hab ich gelesen, dass man eigentlich nur 5 Dinge braucht: Soda, Natron, Essig, Zitronensäure und Kernseife. Mit diesen 5 Dingen kann ich alles herstellen, ich kann daraus sogar ein Waschmittel für die Wäsche machen. Den Essig nutze ich noch für andere Dinge, genau wie Natron (für Natron habe ich z.B. 85 verschiedene Einsatzgebiete gefunden). Mit Soda kann ich zusätzlich Flecken entfernen. Ich könnte diese Liste jetzt endlos fortführen. Also diese 5 Rohstoffe sind für unheimlich viele Dinge zu gebrauchen. Sie sind für mein Leben unheimlich nützlich. Und das habe ich nicht nur mit den Reinigungsmitteln gemacht, sondern auch in vielen anderen Bereichen.
Momentan kratze ich noch an der Oberfläche, es sind da so viel mehr Dinge möglich, die ich noch gar nicht weiß. Aber das ist ok, ich kann ja auch nicht gleich alles wissen. Ich werde mich hier weiterhin schlau machen und dazu lernen.


Nachhaltigkeit

Ich habe gemerkt, dass es einige Menschen gibt, die neugierig sind und sagen, wie machst du dies oder jenes und was muss man beachten. Diese Themen sind so umfangreich, dass ich sie einzeln behandeln möchte und euch meine Erfahrungen dazu mitteilen will.

Es erscheint mir auch sinnvoll  eine weitere Kategorie hierfür zu eröffnen: Nachhaltigkeit.
Warum Nachhaltigkeit?
Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem die Bewahrung der wesentlichen Eigenschaften, der Stabilität und der natürlichen Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems im Vordergrund steht. Mit der Nutzung bestimmter Ressourcen verhalte ich mich der Natur gegenüber nachhaltig, aber auch gegenüber meinem Körper, dem ich damit Achtung entgegen bringe. Er trägt mich durchs Leben und ich versuche ihm Gutes zu tun. Quasi eine Symbiose zwischen Natur und mir als Mensch.

Ich möchte möglichst nur natürliche Ressourcen nutzen und keine chemisch hergestellten Dinge. Ich weiß, dass dies nicht immer zu 100% gelingen wird.


Mein neues Zuhause, die Natur

Was hat dieses Thema noch mit Aussteigen zu tun? Also ich finde es hat sehr viel damit zu tun. Aussteigen beginnt ja erstmal im Kopf. Ich möchte meine Lebenswelt ändern. Möchte verantwortungsvoller, bewusster und auch aufmerksamer werden. Möchte die Natur achten, denn sie wird bald mein neues Zuhause sein. In ihr werde ich leben, essen, mich waschen, schlafen. Sie wird meine Wohnung…

Wie sieht eure Wohnung aus? Ist sie vollkommen verdreckt? Liegt überall Müll herum?

Nein, ich denke zum Großteil sind wir doch darum bemüht unsere Wohnung sauber zu halten und genau das lerne ich im Moment auch: Wie kann ich mit der Natur umgehen, ohne sie zu belasten.

Deshalb hat dieses Thema sehr wohl mit meinem Aussteigen zu tun!


Mögliche zukünftige Themen

Doch nun ein kleiner Überblick was sich bei mir in den letzten Wochen verändert hat:

  • Duschen mit Seife
  • Haare waschen mit Haarseife
  • Haarkuren selbst gemischt
  • Haare bleichen mit Natron
  • Kein Deo mehr
  • Keine Bodylotion
  • Zahncreme selbst gemischt
  • Wäsche wasche mit Waschnüssen
  • Gebrauch von Toilettenpapier fast komplett eingestellt
  • Trinke Wasser nur noch aus dem Wasserhahn

Folgendes ist noch in Vorbereitung und dauert noch etwas, weil ich z.B. noch Altlasten habe, die ich erst aufbrauche:

  • Werde zukünftig ausschließlich mit Soda, Natron, Zitronensäure, Kernseife (suche hier immer noch verzweifelt eine die vegan ist u. ohne Palmöl) und Essig putzen
  • Werde kein Make-up mehr benutzen und das bisschen was ich noch nehme wird vegan sein (also auch ohne Tierversuche)

Das werden die Themen sein, die ich eingehender behandeln möchte. Nicht so chronologisch wie oben aufgeschrieben, das richtet sich eher nach meiner Lust und Laune. 🙂 Mit Sicherheit wird noch das eine oder andere Thema hinzukommen. Und eines kann ich schon verraten, einige Experimente verliefen ziemlich lustig. Man macht ja ganz neue Erfahrungen, wenn man z.B. Essen nicht in den Mund stopft, sondern sich in die Haare schmiert…

Obwohl ich all das noch nicht so lange praktiziere, kann ich bereits eines sagen: Es fühlt sich unheimlich gut an!! Vielleicht hat es mit meiner positiven Einstellung zu tun oder mit meiner intuitiven Eingebung immer das Richtige auszusuchen. Ich weiß es nicht. Es ging mir noch nie so gut wie im Moment!

 

Titel- und Schneckenbild stammt von thommas68
Das Koala- und Graffitibild von PixelAnarchy.

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