England

St Michael’s Mount – Insel, Schloss, Hafen, Zuhause

Ort: St Michael’s Mount, Estate Office, Marazion, Cornwall TR17 OEL

 Art: Wanderung bzw. Fahrradtour von Penzance nach St Michael’s Mount

 Länge: ca. 12 km

Fakten:

Quelle Wikipedia:

St. Michael’s Mount (kornisch: An Garrek Los y’n Cos ) ist eine Gezeiteninsel an der Südwestspitze Englands, die 366 m vor dem Ort Marazion in Cornwall liegt und eine Fläche von 0,23 km² hat. Sie ist entweder mit einer Fähre oder, bei Niedrigwasser, über einen schmalen Damm von Marazion aus zu erreichen.

Die Sehenswürdigkeit des St. Michael’s Mount ähnelt dem Mont Saint-Michel im Norden Frankreichs, ist allerdings weniger bekannt. St. Michael’s Mount hat daher ein geringeres Tourismusaufkommen und damit auch nicht die entsprechenden Probleme seines „großen Bruders“.

Auf der Insel bzw. dem Berg befinden sich neben einem subtropischen Garten noch einige weitere Häuser und Anlagen vor allem religiösen Charakters. Ebenso wie sein französisches Pendant ist St. Michael’s Mount lange Zeit eine Pilgerstätte gewesen und genießt in entsprechenden Kreisen religiös-kultische Verehrung.

Wie Feuersteinartefakte nahelegen, war der St. Michael’s Mount bereits im Mesolithikum zwischen 8000 und 3500 v. Chr. besiedelt. Auch während des Neolithikums zwischen 4000 und 2500 v. Chr. dürften hier Menschen gelebt haben. Aus der Bronzezeit (2500 bis 800 v. Chr.) sind keine sicheren Spuren erhalten. Um 1700 v. Chr. wurde der den Hügel umgebende Haselwald vom Meer überflutet.

Im Mittelalter befand sich auf dem Hügel zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert möglicherweise bereits ein Kloster. In einer Schenkung übergab Eduard der Bekenner die Stätte an den Benediktinerorden von Mont-Saint-Michel in der Normandie. Im Jahr 1424 ging St. Michael’s Mount dann an die Syon Abbey über. Die ältesten erhaltenen Klostergebäude stammen aus dem 12. Jahrhundert. Die Kapelle auf dem Berg wurde im 15. Jahrhundert errichtet und befindet sich wie auch das Schloss unter privater Leitung, kann aber besichtigt werden. Die Adelsfamilie Baron St. Levan, die von den St. Aubyns abstammt, hat den Besitz 1954 dem National Trust vermacht. Nachkommen der Familie leben noch heute auf der Insel.

 

Kontakt: Tel: 01736 710507 oder 01736 710265 (Tide & Ferry)

Email: mail@stmichaelsmount.co.uk

Website: https://www.stmichaelsmount.co.uk/de

Öffnungszeiten:

24.03. – 28.06. von 10:30 – 17:00 (Sonntag – Freitag)

30.06. – 30.08. von 10:00 – 17:30 (Sonntag – Freitag)

01.09. – 01.11. von 10:30 – 17:00 (Sonntag – Freitag)

Öffnungszeiten des Gartens und weitere Infos findet man auf der Homepage.

Komoot-Link:

(Komoot ist eine App, die du dir hier herunterladen kannst )

 

Bericht:

Ursprünglich war eine Fahrradtour von Penzance nach St Michael’s Mount und weiter nach Praa Sands (Strand) geplant, doch mein Fahrradvermieter machte mich darauf aufmerksam, dass die Strecke nach Praa Sands eine stark befahrene Bundesstraße sei, also änderte ich meine Pläne kurzerhand und fuhr nur nach St Michael’s Mount.

Da St Michael’s Mount als eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten beschrieben wurde, kam es – nein musste es natürlich – auf meine To-See-Liste und so denkt wohl jeder Cornwall-Besucher!

Der Weg von Penzance nach Marazion führt über den South-West-Path, man fährt also die ganze Zeit am Wasser entlang und kann auch noch einen Zwischenstopp am Strand einbauen, der kurz vor Marazion beginnt.

Zum Schloss/ der Insel selbst, gibt es zwei Wege, einmal mit dem Boot oder zu Fuß, wenn gerade Ebbe ist. Das Schloss liegt nämlich mitten im Wasser. Das sieht man so nicht alle Tage und ist schon etwas Besonderes. Der Weg im Wasser wurde mit Steinen befestigt, so dass man trockenen Fußes hinübergelangt, allerdings ist es sehr holprig. Man sollte unbedingt festes Schuhwerk tragen und Flipflops, Kinderwagen und Co. zu Hause lassen, sonst könnte der Weg zur Qual werden. Als ich in Marazion ankam, war gerade Ebbe und somit nutzte ich den Fußweg.

Drüben angekommen gibt es ein kleines „Dorf“, also ein paar Häuser wie ein Restaurant oder ein Souvenier-Shop usw. Der Eintritt für die Burg kostet (Stand 2019) 10,50 Pfund. Bei dem stolzen Preis musste ich kurz überlegen, habe mich dann aber für den Besuch entschieden, trotz der Massen an Touristen.

Und was soll ich sagen, die Queen und ich waren im gleichen Raum, nur leider nicht zur gleichen Zeit. Queen-Fans wird das Herz höher schlagen, denn man kann den blauen Salon besuchen, in dem bereits die Queen war, wie Bilder belegen. Für die 10,50 Pfund darf man also das Schloss von innen besichtigen und kann durch die Zimmer gehen. Ich muss gestehen, dass sich das Geld wirklich gelohnt hat, denn es hat mir sehr gut gefallen.

Ein Tipp von mir: Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man sehr früh am Tage St Michael’s Mount besuchen, um den Touristen-Schwärmen aus dem Weg zu gehen. Dann hat man auch viel mehr Möglichkeiten die Räume richtig zu genießen und sich alles in Ruhe anzusehen. Ab 11 Uhr wird es voll und die Menschenmassen schieben sich durch die Räume.

Der kleine Ort Marazion bietet nach der Besichtigung von St Michael’s Mount auch noch einiges wie kleine Geschäfte, nette Restaurants oder Cafés und ein kühlendes Eis an einem warmen Sommertag.

Mein Fazit: Ja, St Michael’s Mount ist sehr sehenswert und tatsächlich ein Must-See bei einer Cornwall-Reise. Leider konnte ich die Gärten nicht besuchen, weil sie geschlossen waren, das ist ganz bestimmt auch ein Highlight.

 

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